Herren I

TuS Altenheim II - HSG 38:25

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Die HSG Ortenau Süd erlebte im Derby bei der Altenheimer Reserve einen rabenschwarzen Abend.

"Wir waren vielleicht zwei Minuten im Spiel drin – von 60", brachte HSG-Trainer Gregor Roll die Partie nach Abpfiff ernüchtert auf den Punkt. "58 Minuten waren wir nur körperlich anwesend. Mit dem Kopf waren wir ganz woanders."

Dabei begann die Begegnung aus Sicht der Gäste durchaus vielversprechend. Die HSG erspielte sich in den Anfangsminuten gute Chancen und fand Lösungen im Angriffsspiel. Doch der Ball wollte zunächst nicht ins Tor. "Wir haben eigentlich gut reingefunden und uns klare Möglichkeiten erarbeitet – aber die konnten wir nicht nutzen. Danach ging es rapide bergab, der Kopf ging runter", so Roll.

Was folgte, war ein Bruch im Spiel der Gäste. Technische Fehler häuften sich, die Angriffe wurden unvorbereitet abgeschlossen – und Altenheim nutzte dies konsequent. Immer wieder rollten Gegenstöße auf das Tor der Gäste zu. "Wir haben Altenheim regelrecht eingeladen. Sie haben das mit hoher Qualität bestraft", analysierte der Trainer. Besonders die Leistung der Gastgeber hob er hervor: "Insbesondere Waldmann und Pauli haben ein überragendes Spiel gemacht, im Abschluss geglänzt und auch ihre Mitspieler stark in Szene gesetzt."

Auch defensiv fand die HSG kaum Zugriff. "Wir waren immer einen Schritt zu spät, haben im Zentrum keinen Zugriff bekommen und viel zu viele Eins-gegen-eins-Duelle verloren", erklärte Roll.

Zur Pause war die Partie beim Stand von 21:11 bereits entschieden. Auch im zweiten Durchgang gelang es der HSG nicht mehr, das Spiel entscheidend zu drehen.

Neben den spielerischen Defiziten an diesem Abend wurde auch die angespannte personelle Lage deutlich sichtbar. "Man merkt, dass uns aktuell einiges fehlt – im Rückraum wird es eng, nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ. Die Wechselmöglichkeiten sind nach dem Ausfall von Alex Kuhnigk und Kai Schilli begrenzt, das hat man deutlich gesehen." Der eng getaktete Spielplan tat sein Übriges: "Mit unserem kleinen Kader sind wir aktuell einfach überspielt und müde."

Trotz der klaren Niederlage richtet sich der Blick bereits nach vorne. "Wir müssen das jetzt abhaken, auch wenn es schwerfällt nach so einem Desaster", sagte Roll offen. Die anstehende Pause kommt der Mannschaft dabei gelegen: "Jetzt haben wir zum Glück etwas Zeit, um uns zu erholen, das Spiel aufzuarbeiten und wieder den Kopf freizubekommen."

Da zeitgleich der Mitkonkurrent HSG Nonnenweier/Ottenheim ebenfalls nicht punkten konnte, kann sich die HSG weiterhin mit einem Sieg im letzten Spiel am 25. April bei der SG Maulburg/Steinen für die Relegation zum Aufstieg in die Verbandsliga qualifizieren.

TuS Altenheim II:

Janis Waldmann 7, Alexander Macher, Luis Waldmann 2, Jaimie Heini 7, Paolo Pauli 10, Tom Seigel 1, Timo Schröder, Yannick Mild 1, Luca Knuth, Lukas Pfaff 4, Maximilian Marzluf 2, Adrian Mild 4/1, Luca Jockers

HSG:

Aaron Meister, Christian Heppner - Aaron Bolz 2, Maximilian Schilli 6, Brian Ruf 2, Robert Marple 2, William Marple, Nick Mallach, Marco Krieg, Philipp Heim 2, Sören Ruf 4/1, Florian Zacharias, Luca Welle 7/4

Torverlauf:

Spielbericht beim BWHV

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11.04.2026 / Sebastian Gehringzurück >>

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